Paararbeitszeiten 33 6. TEIL II: BESTIMMUNGSFAKTOREN EGALIT�RER/NICHT EGALIT�RER AUFTEILUNG DER ARBEITSZEIT In den bisherigen Abschnitten des Berichts wurden m�gliche Faktoren f�r gleiche oder ungleiche Verteilung der Arbeitszeit jeweils einzeln betrachtet und es wurde untersucht, zu welchen Ver�nderungen es im Vergleich der Jahre 2005, 2010 und 2015 gekommen ist. In diesem Berichtsteil sollen diese Einzelfaktoren nun zusammengef�hrt und der auf diese Einzelfaktoren entfallende Erkl�rungsbeitrag innerhalb einer Gesamtbetrachtung soll untersucht werden. So kann der Effekt einzelner Faktoren unter Hinzunahme des Einflusses anderer Faktoren gezeigt werden. F�r eine solche Analyse eignet sich besonders ein logistisches Regressionsmodell (vgl. dazu n�her: Diaz-Bone 2013). Als abh�ngige Variable wurde eine ungleiche bzw. gleiche Verteilung der Arbeitszeit innerhalb des Paares gew�hlt. Als �gleich� wird eine Aufteilung der Arbeitszeit betrachtet, wenn Frauen 46% oder mehr der Paararbeitszeit leisten14. Arbeitet ein Mann 40 Stunden pro Woche, wird die Arbeitszeit als �gleich� betrachtet, wenn Frauen mindestens 33 Stunden pro Woche erwerbst�tig sind. 37% aller Paare (mit und ohne Kinder) in der Stichprobe fallen in die Kategorie �gleich�. Von Paaren mit Kindern unter 15 Jahren sind dies 20%, auf Paare ohne Kinder (in diesem Alter) trifft dies zu 48% zu. Getestet wurden der Einfluss des Alters des j�ngsten Kindes (inklusive keine Kinder), die h�chste abgeschlossene Ausbildung der Partnerin, die berufliche Stellung des Partners, der Urbanisierungsgrad - wobei Wien und andere urbane Gebiete getrennt untersucht wurden -, die w�chentlichen Arbeitsstunden des Partners, die Betriebsgr��e, das Geburtsland und das Netto-Stundeneinkommen des m�nnlichen Partners. Untersuchungseinheit sind Paare im Jahr 2015. Wegen starker Multikollinearit�t zwischen dem Alter des j�ngsten Kindes und dem Alter der Eltern im Sinne von �Generationen� wird dieser Faktor nicht in das Modell aufgenommen. Den gr��ten Einfluss auf die Verteilung der Arbeitszeit �bt das Alter des j�ngsten Kindes aus. Verglichen mit Paaren ohne Kinder erh�ht sich die Chance auf eine ungleiche Verteilung mit Kindern im Alter von 6 Jahren oder j�nger um mehr als das Elffache. Bei Kindern zwischen 7 und 10 Jahren ist diese Chance um das Sechsfache erh�ht. Auch wenn die Kinder bereits 15 Jahre oder �lter sind und nicht mehr der klassischen Betreuung bed�rfen, ist die Chance auf ungleiche Verteilung mehr als doppelt so hoch. Dies l�sst doch vermuten, dass Frauen weiterhin mehr Hausarbeit (und ev. Betreuungsarbeit f�r andere Familienmitglieder) erledigen. Ebenfalls deutlich wirkt die h�chste abgeschlossene Ausbildung der Partnerin auf die Chance, die Arbeitszeit gleich oder ungleich zu verteilen. Absolventinnen einer Pflichtschule und Arbeitnehmerinnen mit einem Lehrabschluss haben unter Heranziehung der anderen getesteten Faktoren eine mehr als zweieinhalbfach h�here Chance auf ungleiche Verteilung der Arbeitszeit als Universit�tsabsolventinnen. Etwas 14 Der von Frauen geleitstete Anteil wurde nach oben nicht begrenzt, d.h., auch F�lle in denen Frauen mehr als 50% beitragen, sind hier enthalten.