Paararbeitszeiten 46 8. FAZIT Entwicklungen Paare ohne Kinder unter 15 Jahren leben eine deutlich gleichere Aufteilung der Arbeitszeit als Paare mit Kindern. An dieser Situation hat sich im Untersuchungszeitraum von 2005 bis 2015 wenig ver�ndert. Erwerbst�tige Frauen und M�nner mit Kindern im Pflichtschulalter teilen sich die Arbeitszeit weiterhin ungleich auf. Hinter dieser bestehenden Ungleichverteilung liegen jedoch deutliche Verschiebungen: Mehr Frauen sind erwerbst�tig und das in Teilzeit. Die tats�chlichen geleisteten Arbeitszeiten der meist vollzeiterwerbst�tigen M�nner gehen zur�ck. V�ter vor allem kleinerer Kinder haben im Jahr 2015 deutlich seltener sehr lange Arbeitszeiten als dies zehn Jahre fr�her der Fall war. Der Anteil von V�tern mit tats�chlich geleisteten Arbeitszeiten im Bereich von 46 und mehr Wochenstunden hat bei kleinen Kindern deutlich abgenommen. Auch die durchschnittliche geleistete Arbeitszeit von V�tern ist zur�ckgegangen. Nicht feststellbar ist allerdings ein Trend zu Teilzeitarbeit bei V�tern. M�tter kehren im Jahr 2015 im Durchschnitt um ein bis zwei Jahre fr�her auf den Arbeitsmarkt zur�ck als im Jahr 2005. Zus�tzliche Erwerbsverh�ltnisse sind �berwiegend Teilzeitbesch�ftigungen. Ein Trend zum Anstieg der im Rahmen der Teilzeit- besch�ftigung gearbeiteten Wochenstunden ist nicht erkennbar. Zugleich aber folgt die Zahl der durchschnittlich in einer Teilzeitanstellung gearbeiteten Stunden nicht dem Trend nach unten, der f�r Vollzeitanstellungen beobachtbar ist. Faktoren f�r gleiche oder ungleiche Aufteilung der Arbeitszeit im Jahr 2015 Der am st�rkstem wirkende Faktor f�r eine ungleiche Aufteilung der Arbeitszeit ist das Alter des j�ngsten Kindes: Je kleiner die Kinder, desto gr��er die Chance auf ungleiche Verteilung. Ebenfalls deutlich ist der Einfluss des Bildungsabschlusses der Partnerin, wenn andere Faktoren wie Einkommen herausgerechnet sind. Dann ist die Chance auf ungleiche Aufteilung umso h�her, je niedriger der Bildungsabschluss der Partnerin ist. Im Gegensatz dazu wirkt sich ein h�heres Stundeneinkommen des Partners negativ auf die Arbeitszeitverteilung aus. Verdient dieser mehr, steigt die Wahrscheinlichkeit f�r ungleiche Verteilung signifikant an. Wien hat, was die Frage gleicher bzw. ungleicher Aufteilung von Paar-Arbeitszeiten betrifft, eine Sonderrolle: Im Vergleich mit den anderen Regionen �sterreichs ist dort die Chance auf gleiche Verteilung signifikant gr��er. Am ung�nstigsten ist die Situation im Jahr 2015 in Regionen mit niedriger Bev�lkerungsdichte. Ist der Partner in einem kleinen Betrieb mit maximal zehn MitarbeiterInnen besch�ftigt, ist die Chance auf ungleiche Verteilung h�her als wenn er in einem gr��eren Betrieb arbeitet. L�ngere Arbeitszeiten von M�nnern erh�hen die Chance auf Ungleichverteilung der Arbeitszeiten.