Arbeitszeit in Österreich: 30 bis 32 Stunden Jobs Seite 9 SORA – Institute for Social Research and Consulting 1 Methodische Vorgangsweise Die Datengrundlage der dargelegten Studie ist der Arbeitsklima Index. Der Arbeitsklima Index hat sich in den 20 Jahren seines Bestehens als verlässlicher Indikator für die Befindlichkeit der österreichischen ArbeitnehmerInnen fest etabliert. Im Fokus des Arbeitsklima Index stehen unselbständig Erwerbstätige. Jährlich werden im Auftrag der Arbeiterkammer OÖ von IFES und SORA österreichweit ca. 4.000 bis 5.000 (davon in Wien ca. 1.000 bis 1.100 Personen) in persönlichen Interviews an der Wohnadresse ausführlich zu ihrer beruflichen Situation befragt. Der Index wird von IFES und SORA seit dem Jahr 1997 laufend für die Arbeiterkammer Oberösterreich österreichweit auf repräsentativer Basis erhoben. In den Auswertungen wird grundsätzlich auf die tatsächliche Arbeitszeit und nicht die vertragliche Arbeitszeit abgestellt. Die tatsächliche Arbeitszeit wird im Arbeitsklima-Index für eine durchschnittliche Arbeitswoche erfragt. Somit kann besser auf die Auswirkungen von einer 30 bis 32-Stunden-Woche geschlossen werden. Da die Gruppe der 30 bis 32-Stunden-Beschäftigten ca. 6% der Stichprobe (rund 350 Befragte jährlich) ausmacht, werden für die Auswertungen die Daten für die Jahre 2013 bis 2016 kumuliert, um eine ausreichend große Fallzahl für Detailauswertungen sicherzustellen. Damit ergeben sich bei rund 21.000 Befragten in diesem Zeitraum 3.200 Befragte, die unter 30 Stunden, 1.300 Befragte, die zwischen 30 und 32 Stunden, und 16.400 Befragte, die über 32 Stunden tatsächlich in der Woche unselbständig erwerbstätig sind. Tabelle 2: Häufigkeiten nach Geschlecht und tatsächlicher AZ Weniger als 30 Stunden Zwischen 30 und 32 Stunden Mehr als 32 Stunden Gesamt Männlich 764 173 9.988 10.925 Weiblich 2.445 1.151 6.376 9.972 Gesamt 3.209 1.324 16.364 20.897 Anmerkung: gewichtet, nur unselbstständig Erwerbstätige In den Auswertungen werden alle unselbständig Erwerbstätigen berücksichtigt, diese umfassen neben den ArbeiterInnen und Angestellten, BeamtInnen und Vertragsbedienstete sowie freie DienstnehmerInnen. Zuerst werden die Daten für den Zeitraum von 2000 bis 2016 nach dem Ausmaß der tatsächlichen Arbeitszeit für die drei Gruppen ausgewertet.