176 6. Zusammenfassung Die Ergebnisse der vorliegenden qualitativen Studie zum Thema „Pflichtpraktikum an Handelsschulen – Wunsch und Wirklichkeit“ beruhen auf einem dreimaligen Besuch von jeweils acht HAS im Laufe des Schuljahres 2015/16 und eines vierten Abschlussbesuches zu Beginn des Schuljahres 2016/17. Im Zuge der offenen Gespräche mit insgesamt über 170 HAS SchülerInnen sowie mit vielen FachbetreuerInnen an den verschiedenen Schulstandorten wurde eine Reihe von überraschenden Erkenntnissen gewonnen, die im Vorhinein nicht zu erwarten waren. Die Studie ist zweigeteilt: Der erste Teil befasst sich mit dem Beginn der Jobsuche bis zur Fixierung eines Pflichtpraktikums. Im zweiten Teil steht die Qualität der jeweiligen Praktika im Mittelpunkt der Analyse. Ergebnisse zum ersten Teil Im ersten Teil der Studie wird die Praktikumsplatzsuche, die sich für HAS SchülerInnen recht unterschiedlich gestaltet, beschrieben. Aufgrund der Auswertung aller Gesprächsprotokolle haben sich zum Thema „Praktikumsplatzsuche“ drei Gruppen von HAS SchülerInnen herauskristallisiert, die Gruppe der 1. Problemlosen 2. Problembeladenen 3. NachzüglerInnen Ad 1) Mehr als die Hälfte der in der Stichprobe befindlichen HAS SchülerInnen haben bei der Praktikumsplatzsuche keine besonderen Probleme. Gründe dafür sind: ? Türöffner Funktion von nahen Verwandten und Bekannten ? Rechtzeitige, ausdauernde und strategisch gut ausgerichtete Suche der SchülerInnen ? Offenheit bzw. Flexibilität im Hinblick auf Branchen, Zeit, Ort und Tätigkeit ? Standorte mit lokalen Alleinstellungsvorteilen