Der Pkw-Verbrennungsmotor kommt nicht aus den Schlagzeilen. Diesel-Gipfel, Verfall der Gebrauchtwagenpreise von Diesel-Pkw und Verhaftungen führender Manager in der Autoindustrie sind nur einige Schlaglichter dieser Dauerberichterstattung. Dahinterstehen aber auch komplexe Fragestellungen und bis dato unklar regulierte Sachverhalte. Werden Dieselmotoren jemals sauber oder sind Umweltzonen mit Pkw-Fahrverboten die unausweichliche Konsequenz? Können bei Typenprüfung jemals verlässliche Zahlen zu CO2, Treibstoffverbrauch und Stickoxid-Emissionen festgestellt werden oder sind wir den Manipulationen der Autoindustrie hilflos ausgeliefert? Trotz anhaltender Diskussion blieben und bleiben viele Dinge, nicht zuletzt aufgrund der technischen Komplexität, aber unterbelichtet und unbeantwortet. Vor diesem Hintergrund hat die AK das Umweltbundesamt im Jahr 2017 mit dieser Studie beauftragt, um die wesentlichen Problembereiche bei Emissionen von Pkw-Verbrennungsmotoren zu ermitteln und für eine breite Öffentlichkeit kompakt aufzuarbeiten. Unser Dank gilt daher den beiden StudienautorInnen, Günther Lichtblau und Barbara Schodl, die diese Herausforderung angenommen und eine wertvolle Studie erarbeitet haben. Die AK thematisiert diese Lücken bei der Regulierung, weil am Ende dieses Versagens in der Regel der geschädigte Verbraucher oder Arbeitnehmer steht, der auf das Auto angewiesen ist. Dieses Versagen bei Regulierung und öffentlichen Behörden ist aber auch verantwortlich, dass bei der Luftreinhaltung manchmal etwas vorschnell vom Ende der Verbrennungsmotoren bei Pkw die Rede ist. Wir glauben auch hier, dass ein faktenbasierter Zugang am Anfang eines Prozesses stehen muss, der diese Probleme überwinden muss. Franz Greil (AK Wien) Wien, Juli 2018