30 Wirklichkeit werden die normalen Wochenarbeitsstunden in der Haupttätigkeit und Zweittätigkeit addiert und davon wird die gewünschte Gesamtarbeitszeit abgezogen. Auch hier zeigt sich, dass vor allem jene, die keine automatische Zeiterfassung und vollständig selbstbestimmte Arbeitszeiten haben, besonders stark von großen Wunsch- stundenlücken betroffen sind. So geben Vollzeitbeschäftigte mit vollkommen selbst- gesteuerten Arbeitszeiten und keiner automatischen Zeiterfassung im Durchschnitt an, rund drei Stunden weniger arbeiten zu wollen (Abbildung 7). Am höchsten ist der Wert bei Überstundensonderregelung, vollkommen selbstgesteuerten Arbeitszeiten und keiner Zeiterfassung mit 3,15 Stunden. In dieser Kategorie liegen die Arbeitszeitwünsche allerdings auch vergleichsweise hoch bei rund 46 Stunden pro Woche. Aber auch bei teilweise selbstbestimmten Arbeitszeiten und Überstundensonderregelung liegen die normalerweise geleisteten Gesamtarbeitsstunden 2,8 Stunden über den gewünschten Wochenarbeitsstunden. Liegt keine Überstundensonderreglung vor, unterscheiden sich die Wunschstundenlücken zwischen fixen Arbeitszeiten und teilweise selbstbestimmten Arbeitszeiten nicht so gravierend. Klar ersichtlich ist auch, dass jene mit automatischer Zeiterfassung im Vergleich zu den anderen Kategorien wenig von individueller Überbeschäftigung betroffen sind.