31 Abbildung 7: Durchschnittliche individuelle Wunschstundenlücke von unselbständig Vollzeit- beschäftigen in Stunden pro Woche nach Arbeitszeitarrangements, 2015 Quel le : Stat ist ik Aust r ia Mikrozensus -Arbei tskräfteerhebung - Ad-hoc-Modul „Arbei tsorganisat ion und Arbei tszei tgestal tung“ – Jahresdurchschni t t 2015 , eigene Berechnungen. (Wunschstundenlücke = Arbei tszei t in Haupt tä t igkei t + Arbei tszei t in Zwei t tät igkei t – gewünschten Gesamtarbei tsstunden. SELBST: vol lständig selbstbest immte Arbei tszei ten, TEILW: tei lweise selbst best immte Arbei tszei ten, F IX: f ix vorgegebene Arbei tszei ten, ÜSR: Überstundensonderregelung; ZE: Zei ter fassung) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es vor allem bei a) Überstunden- sonderreglung und bei b) vollkommen selbstbestimmten Arbeitszeiten in Kombination mit keiner automatischen Zeiterfassung zu vergleichsweise großen Wunschstunden- lücken kommt. ? Arbeiten unter Zeitdruck Folgt man der Argumentationslinie, dass Arbeitsorganisation zusehends durch indirekte Steuerung in Kombination mit hohen Zielvorgaben geschehe, müssten jene, die eher selbstgesteuert und autonom arbeiten, von höherem Zeitdruck berichten. Das spiegelt sich in den Daten allerding nur bedingt wider. So geben etwa Vollzeitbeschäftigte mit fixen Arbeitszeiten und Überstundenpauschale am häufigsten an, dass sie immer unter Zeitdruck arbeiten. Vergleicht man jene ohne Überstundensonderregelung, zeigt sich, dass Beschäftigte mit fixen Arbeitszeiten sogar häufiger immer unter Zeitdruck arbeiten als jene mit teilweise oder vollständig selbstbestimmten Arbeitszeiten. Zusätzlich ist bei automatischer Zeiterfassung der Anteil höher, als wenn keine automatische Zeiterfassung erfolgt. Vermutlich nutzen Beschäftigte also ihre Autonomie und die Möglichkeit, länger zu arbeiten, um ihre Arbeitsaufträge abzuschließen. Das ist Personen mit automatischer Zeiterfassung nicht im selben Ausmaß möglich, weshalb es plausibler erscheint, dass sie 0,6 1,3 2,0 1,0 1,2 2,8 0,7 3,0 2,9 3,1 0 1 1 2 2 3 3 4 FI X , k ei n e Ü SR , Z E au to m at is ch FI X , k ei n e Ü SR , Z E n ic h t au to m at is ch FI X , Ü SR TE IL W , k ei n e Ü SR , Z E au to m at is ch TE IL W , k ei n e Ü SR , Z E n ic h t au to m at is ch TE IL W , Ü SR SE LB ST , k e in e Ü SR , Z E au to m at is ch SE LB ST , k e in e Ü SR , Z E n ic h t au to m at is ch SE LB ST , Ü SR , i rg en d ei n e ZE SE LB ST , Ü SR , k ei n e ZE