Endbericht zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen in �sterreich Seite 13 SORA � Institute for Social Research and Consulting Hinzu kommen nach wie vor erhebliche Erkenntnisdefizite zu den Lebensla- gen von lesbischen, schwulen, bisexuellen bzw. orientierungsdiversen sowie insbesondere von Trans* und intersexuellen Menschen hierzulande. Dazu z�hlt auch die Frage: Wie geht es LSBTI-Personen in ihrer Arbeit, und welche Erfahrungen im Arbeitskontext machen LSBTI-Personen in �sterreich? Sch�tzungen zufolge arbeiten in �sterreich zwischen 200.000 und 300.000 Besch�ftigte, die mindestens einer der Kategorien der Abk�rzung �LSBTI� an- geh�ren. Wie sich ihre Erwerbssituation darstellt, wie sie ihr Arbeitsklima einsch�tzen, welche Erfahrungen sie mit Kolleg*innen und Vorgesetzten ge- macht haben und in welchen Bereichen sie Unterst�tzung oder Beratung brauchen, steht im Zentrum des nun vorliegenden Endberichts. Dass dieser Fokus notwendig ist, haben schon die ersten Antworten all jener, die sich an der Umfrage beteiligt haben, gezeigt. Von �st�ndigen Witzeleien� und �dau- ernden sexuellen Anspielungen� war etwa die Rede, von �Ausgrenzung und Isolation�, �Psychoterror� oder der Belastung �sich bei jedem Kollegen wieder aufs Neue outen zu m�ssen�. Dass Partnerschaften verheimlicht werden m�s- sen, Kolleg*innen sich zur�ckziehen, Vorgesetzte einen schief anschauen und Kund*innen sich absch�tzig �u�ern, geh�rt f�r viele LSBTI-Personen zum Ar- beitsalltag. F�r viele beginnt die Diskriminierung aber bereits bei der Suche und Bewerbung f�r eine Arbeitsstelle. Dies wiegt umso schwerer, als Er- werbsarbeit mehr denn je den Schl�ssel zur gesellschaftlichen Teilhabe darstellt. Unser Dank gilt zun�chst allen Organisationen, Vereinen, Plattformen und Pri- vatpersonen, die auf die Befragung aufmerksam gemacht haben und damit ma�geblich zum Erfolg der Studie beigetragen haben. Die Studie versucht, einen m�glichst umfassenden Blick auf die Arbeitssituation von LSBTI- Personen zu werfen, entsprechend umfangreich war auch der Fragebogen. Nicht zuletzt daher gilt unser Dank vor allem all jenen, die sich die Zeit ge- nommen haben, an der Befragung teilzunehmen.