J|J 1 1| - 11 '' - / "KS: 2 [yylBS ? I i ^2^ . , ? rmmmam -«>?* - ... < ? ? ?:•'???: .':, . '^v- ?' YX''-' •: ?" - ?' Der schnellste Zug der Welt (Tokaido-Bahn Tokio — Osaka) fahrt 250 km/h. der im staatlichen Interesse zur Bewahrung erworbener Rechte überhöhten Pensionslasten; die Realisierung eines modernen Managements mit allen Führungshilfen moderner Datenverarbeitung und von Stabsstellen mit entsprechenden Arbeitsbereichen; die Bindung der Ausführung der im Rahmen eines Long-term-Programms2 durch Wirtschaftlichkeitsberech¬ nungen begründeten und ausgewählten Investitionen an die Genehmigung eines Kontrollorgans; auf dem Gebiet des Güterverkehrs die Einführung des Knotenpunktverkehrs' und die Förderung des gemischten Verkehrs im Wege von Vereinbarungen mit Spedition und gewerblichem Straßengüterverkehr; die Flurbereinigung auf dem Sektor der Nebenlinien und der Kraftfahrlinien, verbunden mit einer besseren Koordination der Magazins- und Werkstättenbereiche; die forcierte Anwendung personalsparender Arbeits¬ methoden und die Heranziehung der Computertechnik und der integrierten Datenverarbeitung4 nicht nur in Ver¬ waltung und Abrechnung, sondern auch bei der Disposi¬ tion; die Schaffung von attraktiven Laufbahnen im Verwal¬ tungsdienst, um den durch den überalterten Personal¬ körper in der nächsten Zeit zu erwartenden Verlust an Arbeitskräften durch die Heranziehung solcher initiativer Aufgabenträger wettzumachen, die fähig sind, im Rahmen der verlangten arbeitsparenden Methoden der Computer¬ technik ein modernes Management zu unterstützen und schlagkräftig zu machen. Sprung über den eigenen Schotten! Es ist nun, so hieß es in der Rede Dr. Illetschkos an¬ läßlich der Berichtsübergabe, den politischen Instanzen überlassen, die notwendigen Aktionen zu unternehmen. Der größte Teil der Vorschläge, vor allem jene, welche die finanzielle Situation der ÖBB beeinflussen, deckt sich jedoch genau mit jenen Vorschlägen, die von den sozia¬ listischen Vorgängern des derzeitigen Verkehrsministers zu wiederholten Malen gemacht wurden. Schon in der Budgetdebatte des Jahres 1959 verlangte Dipl.-Ing. Wald- brunner die „Abnahme der betriebsfremden Lasten sowie die Abgeltung der gemeinwirtschaftlichen Lasten im Wege einer Normalisierung der Konten". Ein von Ver¬ kehrsminister Probst eingesetztes Expertenteam, dem sogar einige Mitglieder der jetzt tätig gewesenen Profes¬ sorenkommission angehört haben, hat 1964 genau die glei¬ chen Maßnahmen zur Sanierung der Bundesbahnen vor¬ geschlagen, die jetzt für notwendig erachtet wurden. Da¬ mals waren Bundeskanzler Dr. Klaus und Finanzminister Dr. Schmitz jedoch nicht bereit, auf Grund dieser Vor¬ schläge in Verhandlungen einzutreten. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern für ein spektaku¬ läres und publikumswirksames Auftreten der von ihm eingesetzten Professorenkommission gesorgt zu haben, war unzweifelhaft das Verdienst des Bundesministers Dr. Weiß, der selbst als Eisenbahnbeamter mit den wirk¬ lichen, von den Kritikern bisher meist übersehenen Pro¬ blemen der ÖBB vertraut ist. Die jetzt veröffentlichten Feststellungen und Empfehlungen glichen einem Schlag auf die große Pauke und können nun wesentlich schwerer totgeschwiegen, mißachtet oder ins Gegenteil verkehrt werden, als dies bei den früheren mehr oder minder ministeriumsinternen Gutachten der Fall war. Die Österreichische Volkspartei ist jetzt als alleinige Regierungspartei in einer nicht sehr angenehmen Lage. Sie müßte, wenn sie den Empfehlungen des Professoren¬ komitees folgen will, genau das tun, was sie länger als ein Jahrzehnt den von ihren damaligen sozialistischen Koalitionspartnern gestellten Verkehrsministern konse¬ quent verweigert hat. Dadurch würde ihr früheres Ver¬ halten in dieser Frage nachträglich in hohem Maße an Glaubwürdigkeit verlieren. Setzt sie jedoch ihre bisherige Politik gegenüber den Bundesbahnen fort, so geht durch' die Mißachtung der von ihrem eigenen Minister ein¬ gesetzten Rationalisierungskommission die Glaubwürdig¬ keit ihres derzeitigen und zukünftigen politischen Ver¬ haltens verloren. Der bisher so volkstümliche Propaganda- Evergreen vom „Bundesbahndefizit" dürfte zudem in Zu¬ kunft auch nicht mehr recht gebrauchsfähig sein. Es ist das alte Problem des Sprunges über den eigenen Schatten: In diesem Fall des Sprunges über den Schatten der eigenen Propaganda. * Langfristiges Programm. ? Die Auflieferung der Güter erfolgt nur noch an wenigen, in der Mitte bestimmter Bereiche liegenden Bahnhöfen, zwischen denen schnelle Güterzüge verkehren. An- und Abfuhr der Güter besorgen Lastkraftwagen. ' Die gesamte Geschäftsführung wird über einen Elektronenrechner abgewickelt, der jederzeit imstande ist, über alle Vorgänge und Verhältnisse Im Unternehmen Auskünfte zu geben, 12