liarden beträgt, allein auf die drei Größten (Standard Oil N. J., General Motors und Ford Motor) über 21 Mil¬ liarden oder mehr als 13 Prozent, und von den insgesamt über 11 Mil¬ lionen Beschäftigten arbeiten 1,4 Mil¬ lionen oder fast 13 Prozent bei den drei Größten (General Motors, Ford Motor und General Electric). Zweitens stimmen die Reihungen nach Umsatz, Gewinn und Aktiva nicht überein. Im allgemeinen sind die Unterschiede geringfügig, aber selbst unter den größten zehn kommen merkliche Dis¬ krepanzen vor. Chrysler hat Rang 5 nach dem Umsatz, aber Rang 14 nach dem Gewinn; Standard Oil (Kalifor¬ nien) hat Rang 8 nach dem Gewinn, aber Rang 17 nach dem Umsatz; General Telephone & Electronics hat Rang 10 nach den Aktiva, aber Rang 25 nach dem Umsatz (und Rang 18 nach dem Gewinn). Weiter unten in der Rang¬ ordnung kommen noch krassere Diskrepanzen vor, wie etwa die Firma Swift mit Rang 13 beim Umsatz und Rang 231 beim Gewinn oder die Firma Armour mit Rang 22 beim Umsatz und Rang 213 beim Gewinn. Daraus ist zu folgern, daß — wie bereits erwähnt — hohe Umsätze oder hoher Kapitaleinsatz nicht unbedingt auch hohe Gewinne bedeuten. Vielmehr ist es durchaus möglich, mit gerin¬ gem Kapitaleinsatz oder bei geringem Umsatz einen hohen Gewinn zu erzielen. Anders ausgedrückt, ist die Profitrate nicht abhängig von Kapitaleinsatz oder Umsatz. Und damit sind wir bei einem sehr interessanten Phänomen angelangt. Größe und Profitrate Es gibt zwei Arten von Profitrate. Man kann den Gewinn in Prozent des Umsatzes ausdrücken und erhält damit die auf den Umsatz bezogene Profitrate. Man kann ferner den Gewinn in Prozent des eingesetzten Kapitals (Kapitalstock einschließlich unverteilter Gewinn usw.) ausdrücken und erhält so die auf das Kapital bezogene Profitrate. Beide signalisieren die Rentabilität des Unter¬ nehmens. Betrachten wir nun die Größten der Großen, so sehen wir, daß sie hinsichtlich der Profitraten nicht gerade überragend abschneiden. General Motors, der Spitzen¬ reiter in fast jeder Hinsicht, nimmt bei der Profitrate auf Kapital nur einen mageren zwölften Rang ein und bei der Profitrate vom Umsatz gar nur den sechsund¬ fünfzigsten; dabei sind diese Profitraten mit 25,8 Prozent (Kapital) und 10,3 Prozent (Umsatz) nicht zu verachten. mmra andat ?a ? Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei betont, daß wir immer die 500 Unternehmen mit dem größten Umsatz betrachten. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß kleinere Unternehmen noch höhere Profit¬ raten aufweisen oder noch rascher expandieren. Ford Motor, einer der beiden Kronprinzen, liegt auf Rang 112 (Kapital) und Rang 207 (Umsatz), Standard Oil (N. J.), der zweite Kronprinz, auf Rang 245 (Kapital) und Rang 82 (Umsatz); diese schlechten Ränge erreichen beide trotz beachtlicher Profitraten, die bei Ford Motor 15,7 Pro¬ zent (Kapital) und 6,1 Prozent (Umsatz), bei Standard Oil 11,9 Prozent (Kapital) und 9,0 Prozent (Umsatz) betragen. Um diese auf den ersten Blick merkwürdige Tatsache zu verstehen, wollen wir zunächst die Unternehmen mit den höchsten Profitraten betrachten. Tabelle 2 zeigt die ersten zehn nach der Höhe der Profitrate auf Kapital samt ihrem Rang nach Umsatz, Gewinn und eingesetztem Kapital (nicht Aktiva!).2 Wie man sieht, handelt es sich keineswegs um die größeren unter den Großen, geschweige denn um die größten zehn. Die höchsten Ränge sind beim Tabelle 2 USA-Unternehmen mit den höchsten Profitraten auf Kapital, 1965 Profit- Rang nach rate Unternehmen Prozent Umsatz Gewinn Kapital Curtis Publishing 53,4 459 295 494 Avon Products 37,5 192 87 242 Smith Kline & French Laboratories 31,6 280 100 232 Gillette 31,0 203 99 229 Xerox 30,6 171 67 162 Needham Packing 29,2 429 485 500 Iowa Beef Packers 28,6 338 460 498 Magnavox 28,4 207 171 333 Clark Oil & Refining ... 27,6 417 343 478 Square D 26,0 347 163 310 Umsatz Nr. 192 (352 Millionen), beim Gewinn Nr. 67 (59 Millionen) und beim Kapital Nr. 162 (192 Millionen). Ein analoges Bild ergibt sich, wenn wir die zehn Besten nach der Profitrate vom Umsatz betrachten. Zwar sind hier immerhin zwei „Riesen" dabei (Texaco und Standard Oil of California), und auch Kodak ist ganz imposant, aber die restlichen Unternehmen sind im Rang weit weg von der Prominenz. Warum findet man hohe Profitraten eher bei den klei¬ neren unter den Großen? Weil ein Unternehmen, das sich auf dem Markt behaupten will, wachsen muß (wir werden auf diesen Punkt im folgenden noch näher eingehen). Wachsen kann man aber nur, wenn man investiert, wenn man also über Kapital verfügt, und dieses Kapital stammt entweder aus Eigenmitteln oder aus Fremdmitteln. Je kleiner das bereits vorhandene Kapital ist, desto größer muß die Profitrate sein, aus der dann neue Eigenmittel fließen und aus der auch die fremden Kapitalgeber — 14