Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter, bei der im selben Zeitraum die Anzahl der Pensionen wegen In¬ validität von 163.182 auf 212.721 angestiegen ist. Diese Tendenz wäre noch viel auffälliger, wenn es nicht zur Einführung der Frühpension gekommen wäre, die nun¬ mehr vielen potentiell Berufsunfähigen die Möglichkeit einer Alterspension eingeräumt hat. Der Gesamtzugang an Frühpensionen betrug bis Oktober 1968 102.901. Unter den Invaliditätsursachen nehmen sowohl bei Männern als auch bei Frauen, wie aus einer Statistik der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter3 hervor¬ geht, die Herz- und Gefäßkrankheiten den größten Anteil ein. Sie sind von 28,8 Prozent im Jahre 1958 auf 36 Prozent im Jahre 1965 bei Männern angestiegen, bei den Frauen ergibt sich ein Ansteigen von 31,6 Pro¬ zent auf 39,2 Prozent. Noch alarmierender ist die Tat¬ sache, daß nicht nur der Anteil an den gesamten Inva¬ liditätsursachen gestiegen ist, sondern auch, in welchem Umfang eine Steigerung innerhalb der Herz- und Ge¬ fäßkrankheiten selbst erfolgt ist. Und zwar erfolgte bei den Männern ein Zuwachs um 68,5 Prozent, bei den Frauen um 44,3 Prozent. Die Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates, die bei den Männern etwa 13 Prozent, bei den Frauen 6 Prozent aller Invaliditäts- ursachen ausmachen, sind bei den Männern um 71,2 Prozent, bei den Frauen um 50,7 Prozent angestie¬ gen. Die Krankheiten des Zentralnervensystems, die etwa zu 6 Prozent bei Männern und zu 6,5 Prozent bei Frauen Invaliditätsursachen waren, haben bei Män¬ nern eine Steigerung um 41 Prozent, bei Frauen um 51 Prozent erfahren. Die Verdauungskrankheiten mit 4 Prozent Anteil bei den Männern und 3,5 Prozent bei den Frauen haben bei den Männern eine Steigerung um 72 Prozent, bei den Frauen um 44 Prozent durch¬ gemacht. Bei den Neuzugängen ist in einer einzigen Krankheitsgruppe (und zwar bei den Tbc-Erkrankun¬ gen) ein leichter Rückgang festzustellen. Auf diesem Gebiet zeigt sich immer deutlicher der Erfolg einer konsequenten Prophylaxe und Heilbehandlungspolitik. Um die Invaliditätsursachen noch deutlicher zu illu¬ strieren, möge nachfolgender Vergleich dienen: Im Jahre 1965 entfielen im Bereich der PVArb. auf 10.000 Pflichtversicherte bei den Männern insgesamt 1047 In¬ validitätspensionen, bei den Frauen insgesamt 1470; hievon entfielen auf Männer Frauen Herz- und Gefäßkrankheiten 377 576 Atmungsorgane 163 74 Stütz- und Bewegungsapparat .... 138 262 Tbc 78 70 Krankh. des Zentralnervensystems 61 94 Verdauungsorgane 43 50 Unfälle 45 19 I \ -5 Aufschlußreich ist auch eine Aufgliederung des Inva- liditäts-Pensionistenstandes nach Altersgruppen. Für die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter ergibt sich hiebei, daß in den Altersgruppen von 15 bis 40 Jahren die Anzahl der Invaliditätspensionen von 1958 auf 1965 um 17 Prozent, in den Altersgruppen von 40 bis 50 Jahren um 12 Prozent, in den Altersgruppen von 50 bis zum Pensionsanfallsalter um 39 Prozent Mehr Freizeit bedeutet auch mehr Fremdenverkehr. Und dieser ist ein bedeutender Aktivposten der österreichischen Wirt¬ schaft. (Unser Bild zeigt die Getreidegasse in Salzburg.) zugenommen hat. In den Altersgruppen bis zu 45 Jah¬ ren ist bei den Männern von 1961 auf 1967 eine Steige¬ rung um 23,5 Prozent eingetreten; bei Frauen ergibt sich für denselben Zeitraum und für dieselben Jahr¬ gänge eine Steigerung um 38,5 Prozent. Diese Tatsache beweist besonders deutlich, daß selbst innerhalb der jüngeren Jahrgänge die Frühinvalidität ein überaus ernstes Problem geworden ist und im übrigen die Frauen im Verhältnis von dieser Entwicklung weit stärker betroffen werden als die Männer. An der Zu¬ nahme sind bei den jüngeren Jahrgängen vor allem die nervlichen Krankheiten und die Herz- und Gefä߬ krankheiten, bei den mittleren Jahrgängen in erster Linie die Herz- und Gefäßkrankheiten, in zweiter die Nervenkrankheiten und drittens Rheumaerkrankun¬ gen, bei den älteren Jahrgängen weitaus voran die Herz- und Gefäßkrankheiten und mit einigem Abstand die Rheumaerkrankungen die häufigsten Invaliditäts¬ ursachen. ' Die Statistiken aus dem Bereich der Pensionsversicherungs¬ anstalt der Arbeiter stammen aus einer in Vorbereitung befind¬ lichen Arbeit von Chefarzt Dr. Wilhelm Baier: „Die Frühinvalidität und ihre Bekämpfung in der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter." 9