rung" werden meistens gegen laufende Prämien bis zum Rentenanfall gewährt. Zu den wichtigsten Leistungen der Privatpensions- versicherung gehören: 1. Die Alterspension für den Versicherten ab dem 65. Lebensjahr. 2. Die Witwenpension im Ablebensfall des Versicher¬ ten vor oder nach dem 65. Lebensjahr in halber Höhe der Alterspension. 3. Die Vollwaisenpension, wenn beide Elternteile vor Fälligkeit der Alterspension sterben, in der Höhe der W'twenpension, und zwar bis zu dem Zeit¬ punkt, an dem die Alterspension fällig geworden wäre. Nach Einstellung der Vollwaisenpension er¬ halten die Vollwaisen noch zusätzlich die Abferti¬ gung. 4. Die Leistung bei Unfallinvalidität, wenn der Ver¬ sicherte vor Beginn der Alterspension infolge eines Unfalles dauernd invalid wird, in der Höhe einer monatlichen Alterspension für jedes Prozent der festgestellten Invalidität — und zwar zusätzlich zu den anderen Leistungen. Ein konkretes Beispiel soll das Verhältnis der Prä¬ mien zu den Leistungen veranschaulichen: Ein 40jähriger Angestellter, dessen Gattin fünf Jahre jünger ist, schließt eine private Pensionsversicherung für eine monatliche Alterspension von 1000 S ab. Hiefür ist eine monatliche Prämie von S 553.20 zu bezahlen. Auf Grund dieser Prämienzahlung werden folgende Leistungen gewährt: Alterspension: Lebenslang ab voll¬ endetem 65. Lebensjahr monatlich S 1.000.— Witwenpension: Von monatlich S 500.— Vollwaisenpension: Bei Tod beider El¬ tern vor Fälligkeit der Alterspension bis zum Zeitpunkt der Alterspension monatlich S 500.— Nach Einstellung der Waisenpensions¬ zahlung eine Abfertigung von Unfallinvaliditätsleistung: Einmalige S 88.000.— Leistung bis S 100.000.— Die Leistungen der Privatpensionsversicherung sind voll gewinnbeteiligt. In diesem Beispiel beträgt die Gewinnbeteiligung in der Annahme, daß der derzeitige Gewinnplan während der gesamten Prämienzahlungsdauer unverändert bei¬ behalten wird und der Versicherte den Beginn der Alterspension erlebt, 62,4 Prozent der versicherten Leistungen. Pension durch Pflichtversicherung Ein Vergleich der Pflichtpensionsversicherung mit allen Pensionsarten der Privatpensionsversicherung würde sich durch die unterschiedlichen Prämien und Leistungen sehr unübersichtlich gestalten. Es wird da¬ her nur die „vollständige Privatpensionsversicherung" in eine vergleichende Relation zur ASVG-Pensionsver- sicherung gebracht. Vergleichsobjekt der ASVG-Pen- sionsversicherung ist wieder nur die Pensionsversiche¬ rung der Angestellten. Nimmt man die gleiche 25jährige Bei¬ tragszahlung von monatlich S 553.20 wie im Beispiel zur „vollständigen Pri¬ vatpensionsversicherung" an, so ergeben sich aus der Pensionsversicherung der Angestellten folgende Leistungen: Alterspension: Lebenslang ab vollende¬ tem 65. Lebensjahr monatlich S 1710.— Witwenpension: Von monatlich S 855.— Vollwaisenpension: Von monatlich S 513.— Invaliditätspension: Bei 50 Prozent Ar¬ beitsunfähigkeit von monatlich S 1710.— Die Pensionsleistungen wurden ohne Berücksichti¬ gung der Aufwertungsbestimmung gemäß § 108 c ASVG4 errechnet, liegen tatsächlich daher noch höher. Aus dem Vergleich ergibt sich, daß die Alters- und In¬ validitätspension und die Witwenpension der Pensions¬ versicherung der Angestellten weit höher liegen als die Leistungen der Privatpensionsversicherung. Von besonderer Bedeutung ist auch noch die Wert¬ sicherung der Pension aus der Pflichtversicherung durch die „Pensionsdynamik". Die Pensionen aus der Pflichtversicherung wurden zumBeispiel seit 1966 (Ein¬ führung der Pensionsdynamik) um 28,6 Prozent er¬ höht, während bei der Privatpensionsversicherung in demselben Zeitraum durch die sogenannte Gewinn¬ beteiligung nur eine Erhöhung von ungefähr 8 Prozent vorliegt. Die freiwillige Höherversicherung in der Pflichtpensionsversicherung Auch die freiwillige Höherversicherung in der Pen¬ sionsversicherung nach dem ASVG hält einen Vergleich mit der Privatpensionsversicherung, wie folgendes Bei¬ spiel zeigt, stand. Annahme wie im Beispiel bei der „vollständigen Privatpensionsversicherung". Monatlicher Beitrag zur freiwilligen Höherversicherung nach dem ASVG daher S 553.20 Auf Grund dieser Beitragszahlung tre¬ ten folgende Erhöhungen der Pensions¬ leistungen ein: Erhöhung der Alters- und Invaliditäts¬ pension: Von monatlich S 1659.60® Erhöhung der Witwenpension: Von monatlich S 829.80® Erhöhung der Vollwaisenpension: Von monatlich S 497.90® Die freiwillige Höherversicherung enthält ebenfalls eine Aufwertung, und zwar sind gemäß § 248 Abs. 3 ASVG die Beiträge zur Höherversicherung, die für nach dem 31. Dezember 1955 gelegenen Zeiten entrichtet wurden, mit den ihrer zeitlichen Lagerung entsprechen¬ den Faktoren (108 c ASVG) aufzuwerten. Die im Bei- ' Die Aufwertungsbestimmung bewirkt, daß die Beitragsgrund¬ lagen (Löhne und Gehälter), die für die Berechnung der Bemes¬ sungsgrundlage herangezogen werden, dem Lohn- und Gehalts¬ niveau des der Pensionszuerkennung zweitvorangegangenen Kalenderjahres entsprechen. * Die Erhöhungen werden vierzehnmal im Jahr zur Pension ausbezahlt. 18