dung sowohl aus sozialpolitischen wie verkehrspolitischen Gründen nochmals betont. Konkretisiert wurden auch die Vor¬ stellungen der Arbeitnehmerorgani¬ sationen, die mit einem künftigen Berufskraftfahrerbildungsgesetz zu verbinden sind (Ausbildungsformen, Ausbildungsinhalte, Zulassung von Ausbildungsstätten, Aufbringung finanzieller Mittel). Mittlerweile sind über diese Vor¬ schläge mit den beteiligten Ministern (Verkehr, Soziales, Handel) und der Arbeitgeberseite bereits Verhand¬ lungen im Gange. Es ist zu hoffen, daß diese Verhandlungen mit dem Ziel der Schaffung einer modernen Berufsbildung für die Berufskraftfah¬ rer noch im Laufe des Jahres 1986 zum Abschluß gebracht werden kön¬ nen. Arbeitsgruppe »Länger¬ fristige Finanzierung der Pensionsversicherung» Im Mittelpunkt der Sozialpolitik der beiden vorangegangenen Jahre stand natürlich die Pensionsreform 1985. Die Pensionsreform ist die Ant¬ wort auf eine demographische Ent¬ wicklung, die die Finanzierbarkeit des gesamten Pensionsverrech- nungssystems in Frage gestellt hatte. Die finanziellen Maßnahmen der Pensionsreform haben dazu geführt, daß die Finanzierung der Leistungen der Pensionsversicherung nunmehr bis in die neunziger Jahre hinein als gesichert erscheinen kann. Damit steht jetzt auch ausreichend Zeit zur Verfügung, sich eingehend mit den längerfristigen Problemen der Pen¬ sionsversicherung zu beschäftigen und Lösungen für die weiter entfernte Zukunft vorzubereiten. Dazu ist bereits im vergangenen Jahr beim Bundesministerium für so¬ ziale Verwaltung eine Arbeitsgruppe »Längerfristige Finanzierung der Pensionsversicherung« eingesetzt worden. In drei Unterarbeitsgruppen beraten dabei Vertreter der Sozial¬ partner und der Wissenschaft neue Finanzierungsverfahren ebenso wie Fragen des Leistungsrechts. Dabei geht es vor allem auch um neue beziehungsweise ergänzende Bemessungsgrundlagen für die Arbeitgeberbeiträge in Richtung Wertschöpfungsgrößen. Von den Untersuchungen der Ar¬ beitsgruppe, die im Laufe des Jahres 1987 abgeschlossen werden, sind zweifellos wichtige Erkenntnisse für eine zukünftige Gestaltung unseres Pensionsversicherungssystems und darüber hinaus wohl des gesamten Sozialleistungssystems zu erwarten. Kein Stillstand in der Sozialpolitik Der Blick auf die aktuellen Projekte 1986 in den Bereichen Arbeitsmarkt¬ politik, Arbeitszeitpolitik, Arbeitsver¬ fassung, menschengerechte Arbeits¬ gestaltung und Finanzierung der So¬ zialversicherung zeigt also, daß der Weg der aktiven Sozialpolitik in Österreich fortgesetzt werden soll. Natürlich kann der sozialpolitische Fortschritt nicht mehr so großflächig sein wie in den Jahren der Hochkon¬ junktur, und natürlich geht es in erster Linie auch darum, das für die Arbeitnehmer Erreichte zu sichern. Dennoch geht es aber gerade auch 1986 darum, wichtige alte und neue Forderungen der österreichi¬ schen Arbeitnehmer zu verwirkli¬ chen, denn die Sozialpolitik ist die Antwort der Gewerkschaften auf die sich ständig ändernden Herausfor¬ derungen der modernen Industrie¬ gesellschaft. So gesehen kann es in der Sozialpolitik auch niemals einen Stillstand geben. ?Vi» Mtfcj rmmVx V firnn. .TJTIlUäl.IM * " e *-<%> o Y Rehabilitationszentrum St. Rade¬ gund (Arbeiterpensionsversiche¬ rung, Herz und Kreislauf). 5/86 aiHbrttwirtsdiafl 23