Wir m�ssen weiter aggressiv arbeiten H II A&W-Gespr�ch mit dem nieder�sterreichischen AK-Pr�sidenten Karl Hundsm�ller Arbeit und Wirtschaft�: Kollege Hundsm�ller, wie steht es um die wirtschaftliche Situation in Nieder�ster� reich? Karl Hundsm�ller: Obwohl wir in Nieder�sterreich eine gute Besch�fti� gungslage haben, zum Beispiel in der Baubranche und auch in anderen Berei� chen, gibt es doch nach wie vor Proble� me in den alteingesessenen Industriege� bieten: im S�dbahngebiet, im Bereich Traisen, in Lilienfeld. Dort wollen wir mit Umschulungen und Weiterbildun� gen unsere Kolleginnen und Kollegen vor der Arbeitslosigkeit sch�tzen. Wir haben zurzeit rund 500.000 Besch�ftig� te in Nieder�sterreich. Es zeichnet sich ein leichtes Konjunkturl�fterl ab. Ob das l�nger anhalten wird, ist zurzeit noch nicht vorauszusehen. Durch die EU ha� ben wir jetzt Probleme im Bereich der Zuckerindustrie. Hier wurden ja in Br�ssel 390.000 Tonnen ausverhandelt. Wir haben drei Zuckerfabriken in Nieder�sterreich: in Hohenau, in Leo� poldsdorf und in Tulln. Unserer Mei� nung nach sollte es da eine L�sung ge� ben, so wie es eine L�sung in der Land� wirtschaft gibt, wo man die Bauern ent� sprechend entsch�digt f�r eventuelle Einkommensverluste durch den EU- Beitritt. Wir wollen und m�ssen auch unsere Lebensmittelarbeiter sch�tzen. �Arbeit & Wirtschaft�: Und welche Ver�nderungen sind durch den EU-Bei� tritt zu erwarten? Karl Hundsm�ller: Wir sind ja ei� gentlich mit rund zwei Dritteln unseres Exports und Imports schon in der Eu� rop�ischen Union. Unsere Haupthan� delspartner sind Deutschland, Italien, Frankreich, neben der Schweiz, die ja nicht EU-Land ist. Meiner Meinung Wir sindja eigentlich mit rundzwei Dritteln unseres Exports und Imports schon in der Europ�ischen Union. Man m��te die Frage anders stellen. Nicht, ob wir dazugeben wollen, sondern die Frage mu�hei�en: Was ist, wenn wir drau�en bleiben? Das w�rde uns sehr hart treffen, denn wir w�rden in der Randzone des gro�enMarktes liegen, mit seinen rund 400Millionen Menschen. 20 nrtx'itwiriM'linft 5/94