AUS ARBEITERKAMMERN UND GEWERKSCHAFTEN und vertiefenden Diskussi¬ onszirkeln bei dieser Tagung ihren Blick in die Zukunft: ge¬ richtet und die gesellschaftli¬ chen und betrieblichen Bisher war es nämlich üb¬ lich, ihnen den Urlaubsan¬ spruch für die Zeit ihrer Krankheit zu streichen. Und zwar bei Angestellten nach sechs Wochen und bei Arbei¬ tern bereits nach vier Wo¬ chen. Diese Vorgangsweise Trends der »Arbeit der Zu¬ kunft« und Konsequenzen für Gewerkschaften und Be¬ triebsräte diskutiert. Gerhard Winkler Karenzurlaubs, Präsenzdien¬ stes und erweiterter Bildungs¬ freistellung von Betriebsräten zulässig. Die AK Wien weist daher darauf hin, daß die be¬ troffenen Arbeitnehmer mög¬ lichst rasch von ihren An¬ sprüchen Gebrauch machen gang der Zahlen bei der Lehr¬ lingsausbildung. Insgesamt seien sie von 1989 bis 1994 um 14 Prozent gesunken, in der Industrie aber um 25 Pro¬ zent. Es sei deshalb wichtig, in diesem Bereich die Ausbil¬ dung stärker zu forcieren; Lehrwerkstätten müßten auch für andere Unternehmen geöffnet werden. Schließlich sei die hohe Qualifikation der Facharbeiter ein wesentlicher Faktor für den Wirtschafts¬ standort und für eine positive Beschäftigungssituation. Fragen wie diese müßten - so Verzetnitsch - aus dem Parteienstreit herausgehalten werden: »Es darf nicht um politisches Kleingeld gehen. Es geht um die Zukunft des Industriestandortes Öster¬ reich.« Urlaub trotz Krankenstands Eine Gesetzeskorrektur, die vor kurzem vom Nationolrat beschlossen wurde, sichert den Arbeitnehmern ihren vollen Urlaubsanspruch auch bei langen Krankenständen. Damit wurde eine Rechtsprechung beseitigt, die viel Unmut bei den Beschäftigten hervorgerufen hatte. Konsumentenschutz: Zitronen falsch deklariert Zitronen können den Konsumenten das Leben sauer machen: Zu diesem Schluß kommen der Verein für Konsumenten¬ information und die Arbeiterkammer, nachdem eine umfassende Untersuchung durchgeführt wurde. T* t ii S r* B» . N \ 3 \ ,JL Diejenigen, die 1995 wegen Krankenstands Urlaubskürzungen hin¬ nehmen mußten, können jetzt noch ihren vollen Urlaub rückfordern wurde im Rahmen einer Son¬ dersitzung als unrechtmäßig bezeichnet. Eine Aliquotie¬ rung des Urlaubsanspruchs ist künftig ausschließlich wegen sollten: Diejenigen, denen im Jahr 1995 der Urlaub wegen Krankheit gekürzt wurde, können jetzt noch ihren vol¬ len Urlaub einfordern. Industriepolitik: Kein politisches Kleingeld Die industriepolitischen Positionen des ÖGB waren Thema eines Gesprächs zwischen Präsident Verzetnitsch, Bundeskanzler Vranitzky und Verkehrsminister Klima. Verzetnitsch plädierte für »einen gesunden Mix aus Klein- und Mittelbetrieben und einer tragfähigen Indu¬ strie«. Bedenklich sei der Rück- Giftige Zitronenscheibe im Tee? Überprüft wurde, ob die Deklaration »unbehandelt« auch tatsächlich zutrifft und welche Oberflächenbe¬ handlungsmittel behandelte Früchte aufweisen. Ergebnis: Einige Sorten waren mit ei¬ nem Mittel behandelt, das in Österreich als giftig eingestuft ist. Insgesamt wurden Zitro¬ nen von zwölf Marktständen und Märkten entnommen. Zehn als unbehandelt - und zwei als behandelt deklarierte. Dann wurde ihr Gehalt gängi¬ ger, bis zu einer bestimmten Höchstkonzentration erlaub¬ ter Oberflächenbehandlungs¬ mittel unter die Lupe genom¬ men. Bei den »unbehandelten« Zitronen wurde in einer von zehn Proben eine un¬ zulässige Behandlung festge¬ stellt. Die »behandelten« Früchte enthielten neben den zulässigen Mitteln auch das verbotene Diphenylamin. Darüber hinaus wurden in al¬ len Fällen die erlaubten Höchstgrenzen weit über¬ schritten. Die Arbeiterkam¬ mer warnt daher vor Leicht¬ gläubigkeit und empfiehlt, Zitronen vor dem Genuß un¬ bedingt gründlich zu wa¬ schen. 2/96 iirbehwtnwhall