MITGLIEDERBEFRAGUNG und jugendliche Arbeitnehmer, Karenz¬ urlauberinnen und Karenzurlauber, Prä¬ senz* und Zivildiener, geringfügig Be¬ schäftigte und Arbeitslose. Die Eintra¬ gung kann in den Befragungs- bezie¬ hungsweise Organisationsbüros der Ar¬ beiterkammern, bei Durchfuhrung der Befragung im Betrieb (Dienststelle) oder in einem öffentlichen Lokal vorge¬ nommen werden. # Damit ist sichergestellt, daß alle Kammerzugehörigen, die an der Teil¬ nahme interessiert sind, tatsächlich an der Befragung teilnehmen können. Grundsatz: möglichst einfach - im Betrieb! Die Teilnahme an der Mitgliederbe¬ fragung soll für alle Interessierten mög- Tausend Schüler 50 Millionen Schilling im Jahr wendet die AK Wien für ihre Tech- nisch-gewerbliche Abendschule auf. Die Schule hat rund 1000 »Schüler«: Es sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine abge¬ schlossene Berufsausbildung haben, tagsüber im Beruf stehen und in einem zweijährigen Abendkurs die Werkmei¬ sterausbildung machen. Rund 75 Lehr¬ kräfte (sie kommen aus der Berufs¬ schule, von HTLs und von der Hoch¬ schule) unterrichten in den Fachrich¬ tungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Industrielle Elektronik, Kfz-Technik und Bauwesen (Polier). liehst einfach sein. Die Arbeiterkam¬ mern haben deshalb beschlossen, die Be¬ fragung in einem Zweiphasenverfahren durchzuführen: In der ersten Phase wird versucht, möglichst vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Gelegenheit zur Beteiligung an der Befragung in ihrem Betrieb (Dienststelle) zu geben. Zu die¬ sem Zweck nehmen die Arbeiterkam¬ mern Kontakt mit Betriebsräten, Perso¬ nalvertretern oder anderen Vertrauens¬ personen im Betrieb auf, bieten die Möglichkeit der Befragung im Betrieb an und ersuchen um Mitwirkung bei der Durchführung. Selbstverständlich wird alles notwendige Material von den Ar¬ beiterkammern zur Verfügung gestellt und auch sonst dafür gesorgt, daß die Befragung ordnungsgemäß durchge¬ führt werden kann. Aufdiese Weise soll¬ te es möglich sein, eine den besonderen Bedürfnissen der Arbeitnehmer und des Betriebes (der Dienststelle) entspre¬ chende flexible Vorgangsweise zu fin¬ den, die allerdings auch garantieren muß, daß die Grundsätze einer gehei¬ men, demokratischen Meinungsäuße¬ rung in jedem Fall eingehalten werden. • Damit die erste Phase der Mitglie¬ derbefragung mit Erfolg durchgeführt werden kann, ist die Bereitschaft zur Mitwirkung von Kolleginnen und Kol¬ legen in den Betrieben (Dienststellen) unbedingt notwendig! Die Arbeiter¬ kammern ersuchen um diese Mitwir¬ kung und sichern jede mögliche Unter¬ stützung (einschließlich einer Auf¬ wandsentschädigung und Ersatz eines Für Jungfamilien AK-Wohnbaudarlehen Mit Zinszuschüssen zu Darlehen für die Wohnraumbeschaffung unterstützt die AK Wien ihre Mitglieder. Besonders Jungfamilien werden gefördert. 1995 haben mehr als 2000 AK-Mitglieder eine solche Förderung beantragt. Die Kammer gewährte ihnen Zinszuschüs¬ se zu einer Gesamtkreditsumme von über 139 Millionen Schilling. Mit Jahresbeginn 1996 hat die AK Wien die Darlehensmöglichkeiten wei¬ ter verbessert: Einkommensgrenzen, Laufzeiten und Darlehenssummen wurden erhöht. allfälligen Verdienstentgangs für die mitwirkenden Personen) zu. Zweite Phase: Befragung in öffentlichen Lokalen Nach Abschluß der ersten Phase wird (mit Hilfe der EDV) festgestellt, welche in der Befragungsliste eingetragenen Kolleginnen und Kollegen an einer Be¬ fragung im Betrieb (Dienststelle) noch nicht teilgenommen haben. Diese be¬ kommen dann (an ihre Wohnadresse) eine Befragungskarte zugesandt, die sie zur Teilnahme an der Befragung in der zweiten Phase in öffentlichen Lokalen berechtigt. In einigen Bundesländern wird auch die Teilnahme an der Befragung im Postweg möglich sein. Die genauen Orte und Zeiten für die zweite Phase der Mitgliederbefragung werden von den Arbeiterkammern rechtzeitig öffentlich bekanntgegeben. Am Ende der zweiten Phase wird dann das Ergebnis der Mitgliederbefra¬ gung in jedem Bundesland festgestellt. Die Auszählung erfolgt in den meisten Arbeiterkammern mit begleitender Kontrolle aller politischen Gruppierun¬ gen innerhalb der Selbstverwaltung und darüber hinaus unter notarieller Auf¬ sicht. Ziel: Ein klares »JA zur AK!« Das Ziel, das die Arbeiterkammern bei der Mitgliederbefragung erreichen wollen, ist klar: Pendleraktion »Diese Verbindung ist mir wich¬ tig« 170.000 Arbeitnehmerinnen und Ar¬ beitnehmer pendeln täglich aus Nie¬ derösterreich und aus dem Burgenland nach Wien, 80.000 von ihnen benützen öffentliche Verkehrsmittel. Viele Zugs¬ verbindungen, die die Pendler dringend brauchen, waren gefährdet. In einer aufsehenerregenden Aktionswoche hat die AK die Pendler nach ihren Wün¬ schen gefragt. 5000 Antworten wurden ausgewertet, die Pendlerwünsche wur¬ den mit den ÖBB verhandelt. Das Er¬ gebnis: 40 Prozent der Pendlerwün¬ sche werden mit dem Sommerfahrplan erfüllt werden, ebensoviele sind erfüll¬ bar. In Verhandlungen mit Ländern und Gemeinden müssen jetzt Finanziers gefunden werden. • Eine möglichst große Beteiligung und ein deutliches »JA zur AK!« Alle kammerzugehörigen Kollegin¬ nen und Kollegen sind aufgerufen: • Machen Sie mit! Nehmen Sie an der Mitgliederbefragung teil! • Sorgen Sie dafür, daß die Arbeiter¬ kammern gemeinsam mit den Gewerk¬ schaften als starke Partner auch in Zu¬ kunft die Arbeitnehmerinteressen wirksam vertreten können! • Sagen Sie Ja zur Aufrechterhaltung der Sozialpartnerschaft und des sozia¬ len Friedens! • Sagen Sie »JA ZURAK!«. ? 16 urheft ntrtsrhaft 2/96