AUS AK UND GEWERKSCHAFTEN Eingleisige Liberalisierung Auf dem Spiel steht die Sicherheit Mit 15. März 2003 tritt auch in Österreich die völli¬ ge Liberalisierung des europäischen Schienengüter¬ verkehrs in Kraft. Die Eisenbahner warnen vor ei¬ nem Sicherheitsrisiko im heimischen Bahnbetrieb. Die bisher hohen Sicher¬ heitsstandards im öster¬ reichischen Schienenver¬ kehr sind ab 15. März IMPRESSUM Redaktion »Arbeit & Wirtschaft«: Hohenstaufengasse 10, 1011 Wien, Telefon 534 44, Siegfried Sorz (Chefredakteur): Klappe 304, Sekretariat: Sonja Adler, Klappe 340 (von 8 bis 12 Uhr), Fax: 534 44-595 E-Mail: aw@oegb.or.at Internet: www.arbeit-wirtschaft.at Redaktionskomitee: Herbert Wabnegg (Vorsitz), Annemarie Kramser (Stellvertretender Vorsitz), Thomas Angerer, Günther Chaloupek, Arthur Ficzko, Karl Klein, Kurt Horak, Christoph Klein, Isabel Koberwein, Karl Kollmann, Georg Kovarik, Brigitte Pellar, Franz-Josef Lackin¬ ger, Siegfried Sorz Redaktionsmitglieder: Siegfried Sorz (Chefredaktion), Katharina Klee (Frauenarbeit - Frauenrecht), Bruno Rossmann (Wirtschaftsrundschau), Bernhard Achitz (Sozialpolitische Rundschau), Adolfine Friesenbichler (Kultur - Bildung - Medien), Karl Kollmann (Konsumenten¬ politik), Doris Strecker (Aus Arbeiterkammern und Gewerkschaften), Alexander Heider (Betriebsrat und Arbeitswelt), Sepp Bacher (Internationale Umschau), G. M. Prechtl (Bildredaktion und Layout) Herausgeber: Bundesarbeitskammer, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22, und Österreichischer Gewerkschaftsbund, 1011 Wien, Hohenstaufeng. 10-12 Medieninhaber: Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmanns- dorfer Straße 154-156, Tel. 01/662 32 96, Fax 01/662 32 96/6385, E-Mail: Rena- te.Wimmer@oeabverlaa.at. WWW: http://www.oeabverlaa.at Hersteller: Elbemühl-Tusch Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl, Bickfordstraße 21. Verlagsort: Wien. Herstellungsort: Neudörfl. Preise (inklusive Mehrwertsteuer): Einzelnummer: € 1,82 (S 25,-); Jahresabonnement Inland € 18,17); Ausland zuzüg¬ lich € 10,17 Porto; für Lehrlinge, Studenten und Pensionisten ermäßigtes Jahres¬ abonnement € 10,90. Bestellungen nimmt der Verlag des ÖGB, 1231 Wien, Alt- mannsdorfer Straße 154-156, Tel. 662 32 96, Klappe 6344 (Dw.), entgegen. 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Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte. Leserzuschriften können auch gekürzt wiedergegeben werden. Offenlegung gemäß Mediengesetz, § 25: Verlag des Osterreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Straße 154-156. Unternehmensgegenstand: Herstellung und Verbreitung literarischer Werke aller Art, Ausübung des Gewerbes der Drucker, Datenverarbeitung für Dritte. Geschäftsführung: Johannes Richarz Einziger Gesellschafter: Österreichischer Gewerkschaftsbund Sitz: Wien Betriebsgegenstand: Herstellung und Verbreitung sowie der Verlag literarischer Werke aller Art, insbesondere von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Kunstblättern, Lehr¬ mitteln und Buchkalendern; die Ausübung des Gewerbes der Drucker sowie des graphi¬ schen und diesem verwandter Gewerbe; Erbringung von Dienstleistungen im graphi¬ schen Gewerbe sowie in der Informationstechnik, der Handel mit dem Betriebsgegen¬ stand dienenden Waren. Die Blattlinie entspricht jenen Grundsätzen, die in den Statuten und der Geschäftsord¬ nung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (Fassung gemäß Beschluss durch den 14. Bundeskongress des ÖGB) festgehalten sind. - ikiA höchst gefährdet, ist Wil¬ helm Haberzettl, Vorsit¬ zender der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE), Durch die Liberalisierung ist die Sicherheit auf der Schiene gefährdet überzeugt. Denn für einen geordneten Verlauf der Li¬ beralisierung fehlen prak¬ tisch sämtliche Regelun¬ gen. So gibt es keine klaren gesetzlichen Rahmenbe¬ dingungen für die Neuertei¬ lung von Konzessionen auf Österreichs Schienen. Kon¬ troll- und Sicherheitsbe¬ stimmungen bei Verstößen gegen die Sicherheitsvor¬ schriften fehlen ebenso wie Sicherheitsstandards für Waggons und Loks. Unge¬ regelt ist auch die Frage der Ausbildung oder der Lenk- und Ruhezeiten im grenz¬ überschreitenden Personal¬ einsatz. Der GdE-Vorsitzende warnt in diesem Zusam¬ menhang vor britischen Verhältnissen. Nach der Privatisierung in Großbri¬ tannien gab es mehr Unfäl¬ le und Verspätungen, höhe¬ re Fahrpreise und weniger Fahrkomfort. Haberzettl: »Wenn die österreichische Politik das will, soll sie es sagen. Das geht aber nur gegen den entschiedenen Widerstand der Eisen¬ bahner.« Vorschläge für eine ver¬ nünftige Verkehrspolitik gibt es seitens der Gewerk¬ schaft genügend: Darunter die Aufrechterhaltung der ÖBB als einheitliches Un¬ ternehmen und die Sicher¬ stellung der Finanzierung zur Erhaltung der Infra¬ struktur. Zukunftschancen sieht die GdE auch in einem überarbeiteten Generalver¬ kehrsplan mit klarer Prio¬ rität im Ausbau des Schie¬ nennetzes. G. M. Mindestlohn durchgesetzt Erfolg beim Handelskollektivvertrag Im Handel bekommen - spätestens ab 2005 - auch die jugendlichen Arbeitnehmer 1000 Euro brutto monatlich. Sie arbeiten genauso viel wie ihre älteren Kollegen. Nun sollen die Jugendli¬ chen im Handelssektor auch den gleichen Lohn be¬ kommen. Diesen Erfolg konnte die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) nach zähen Verhandlungen erzielen. Der für den Han¬ del zuständige Fachsekretär Robert Steinocher: »Die Jugendlichen bekommen ab Jänner 2003 statt 804 Euro nunmehr 870, ab Jän¬ ner 2004 genau 940 Euro und ab Jänner 2005 die an¬ gestrebten 1000 Euro brut¬ to monatlich.« Damit hat sich in der Sektion Handel der Ge¬ werkschaft HTV der ange¬ strebte Mindestlohn von 1000 Euro für sämtliche Lohnkategorien ihrer Mit¬ glieder durchgesetzt. Gene¬ rell für alle Handelsarbeiter wurden die Löhne per Jah¬ resbeginn um 2,1 Prozent angehoben. G. M. arbeit wirtsdiaft 1/2003