MAN KANN NICHT ALLES WISSEN Akquisition: Kundenwerbung durch einen Vertreter; Erwerbung. (Seite 15) asynchron: entgegenlaufend, nicht gleichzeitig. (Seite 43) Attac: Länderübergreifendes Netzwerk für eine solidarische Weltwirtschaft gegen neoliberale Globalisierung, gegründet 1998 in Frankreich. Derzeit hat Attac rund 90.000 Mitglieder in 50 Ländern (darunter auch Gewerkschaften, kirchliche Organisationen u. a.). www.attac-austria.org (Seite 12) Audit: Untersuchung; Prüfung betrieblicher Qualitätsmerkmale durch externe Experten. (Seite 31) Compliance (englisch; sprich: kompleiäns): Sicherstellung der ordnungsgemäßen Durchführung von Wertpapierdienstleistungen der Banken zum Schutz der Anle¬ ger. (Seite 31) Corporate Identity (Cl): »Unter¬ nehmensidentität«; ausgehend von der Vorstellung, dass für den Erfolg eines Unternehmens auch dessen Erscheinungsbild nach außen und das Selbstverständnis der Mitarbeiter entscheidend sind, ist Cl ein wichtiger Teil der strate¬ gischen Unternehmensführung. So sollen die Kunden die Produk¬ te eines Unternehmens z. B. durch sein Logo jederzeit wieder¬ erkennen können. Ebenso sollte die »Unternehmensphilosophie« (z. B.: Wir sind jung, setzen Trends, sind aber trotzdem nicht teuer) durch entsprechende Mar¬ keting* und Werbeaktionen klar sein. (Seite 37) Corporate Social Responsibili- ty (englisch; sprich: korporeet soschl risponsibiliti): soziale Ver¬ antwortung eines Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern, aber auch die Folgen seiner Geschäfts¬ tätigkeit betreffend. (Seite 34) Deflation: Wirtschaftliche Situati¬ on, in der das Angebot größer ist als die gesamte Nachfrage. Durch das Überangebot kommt es zu niedrigeren Preisen und damit auch zu Einkommensminderun¬ gen, was zu einem weiteren Nachfragerückgang führt. Die größte Deflation herrschte während der Weltwirtschaftskrise 1929/30, als die Regierungen ver¬ suchten, durch ungeeignete Me¬ thoden wie Haushaltskürzungen und Abwertungen der Krise zu be¬ gegnen. Zur effizienten Bekämp¬ fung einer Deflation ist internatio¬ nale Zusammenarbeit unerläss- lich. (Seite 20) Diversity Centre (englisch; sprich: deiwörsiti centa): diversity = Verschiedenheit; Zentrum, das sich um die speziellen Bedürfnis¬ se und Probleme unterschiedli¬ cher Volks- bzw. Personengrup¬ pen kümmert. (Seite 27) Elßler, Fanny: österreichische Balletttänzerin (1810-1884); durch ihren ungewöhnlichen Tanzstil, der dem Charaktertanz der Romantik neue Ausdrucks¬ möglichkeiten eröffnete, und durch ihre Schönheit wurde sie zur berühmtesten Tänzerin des 19. Jahrhunderts. (Seite 36) Fachhochschulen: bieten eine EU-konforme Hochschulbildung mit starkem Praxisbezug. Sie werden von Erhalterorganisatio¬ nen getragen und vom Staat (mit)finanziert. Die Ausbildung zum Mag. (FH) dauert meist vier Jahre, oft handelt es sich um spe¬ zielle Studien, die an den Univer¬ sitäten nicht in derart kompakter Form angeboten werden (z. B. Marketing, Kulturmanagement etc.). Vor kurzem wurden übri¬ gens die Sozialakademien in Fachhochschulen umgewandelt. (Seite 38) homogen: einheitlich, aus glei¬ chen Teilen bestehend. (Seite 39) IAS: Abkürzung für: International Accounting Standards, bei eu¬ ropäischen Firmen am meisten verbreitete Methode zur Bilanzer¬ stellung. Damit Geschäftsberichte und Ertragszahlen von Unterneh¬ men miteinander verglichen wer¬ den können, ist ein gewisses Maß an Vereinheitlichung erforderlich. In Europa und Amerika gibt es ne¬ ben den IAS noch zwei weitere wichtige Standards: US-GAAP (siehe dort) und HGB (Handels¬ gesetzbuch). (Seite 32) implementieren: in ein beste¬ hendes (Computer-)System ein¬ bauen und dadurch ein funktions¬ fähiges Programm herstellen. (Seite 29) Klaus, Josef: österreichischer ÖVP-Politiker (1910-2001) und Jurist; als Finanzminister (1961-1963) stand er für einen harten Sparkurs. Während seiner Amtszeit als Bundeskanzler (1964-1970) zählten unter ande¬ ren Thomas Klestil, Alois Mock und Josef Taus zu seinem Team (»Klaus-Buben«). (Seite 37) Konjunkturbelebungsgesetz: Bündel von 2002 beschlossenen Gesetzesänderungen (Arbeits¬ und Sozialversicherungsrecht, Gewerbeordnung etc.), um der weltweiten Konjunkturabschwä- chung entgegenzuwirken. So wurden zum Beispiel Forschungs¬ beiträge und Forschungsprämien eingeführt, um Österreich als Be¬ triebsstandort attraktiver zu ma¬ chen. In Zusammenhang damit wurde auch die Gewerbeordnung liberalisiert (z. B.: Aufhebung des Verbots von gleichzeitiger Ar¬ beitsvermittlung und Arbeitskräf¬ teüberlassung). (Seite 16) kumulieren: anhäufen. (Seite 41) Privatinsolvenz/-konkurs: ge¬ richtliches Schuldenregulierungs¬ verfahren für überschuldete Pri¬ vatpersonen, die kein Unterneh¬ men betreiben; seit 1995 in Öster¬ reich möglich. Der entsprechende Antrag kann sowohl von den Be¬ troffenen als auch von den Gläu¬ bigern eingebracht werden. Ziel des Schuldenregulierungsverfah¬ rens ist es, langfristig die Zah¬ lungsunfähigkeit der Schuldner zu beheben. (Seite 16) Prodi, Romano: italienischer Po¬ litiker (geb. 1939); 1978/79 war Prodi Industrieminister im Kabi¬ nett des Konservativen Giulio Andreotti. Danach kehrte der par¬ teilose Wirtschaftswissenschafter erst 1995 wieder in die Politik zurück, als Kandidat des linken Wahlbündnisses L'Ulivo. 1996 wurde Prodi Ministerpräsident, 1998 trat er nach einer verlorenen Vertrauensabstimmung zurück. Seit 1999 ist Prodi Präsident der EU-Kommission. (Seite 22) Rifondazione: eigentlich: Rifon- dazione Comunista (RC), linksge¬ richtete Partei in Italien, die sich unter anderem gegen die Globali¬ sierung stark macht; Vorsitzen¬ der: Fausto Bertinotti. (Seite 13) Schönpflug, Fritz: österreichi¬ scher Karikaturist und (Postkar- ten-)Zeichner (1873-1951), zu seinen Lebzeiten war Schönpflug so bekannt, dass er sogar von Karl Kraus in »Die letzten Tage der Menschheit« erwähnt wurde. (Seite 36) SEC: Amerikanische Börsenauf¬ sichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), gegrün¬ det 1933/34. Unter dem Eindruck des großen Börsenkrachs 1929 beschloss damals der Congress, dass unter anderem zum Schutz der Kleinaktionäre eine Kon¬ trolle des Börsengeschehens und der börsennotierten Unterneh¬ men dringend notwendig ist. www.sec.gov (Seite 32) Stock Options (englisch; sprich: stock optschns): Aktienbezugs¬ rechte, bei denen die Begünstig¬ ten nach Ablauf einer bestimmten Frist zum Bezug von Aktien des eigenen Unternehmens in einem festgelegten Zeitraum berechtigt sind. Stock Options gelten als Teil der Gesamtvergütung, damit sol¬ len Führungskräfte am Erfolg des Unternehmens direkt beteiligt werden. Da die Entwicklung der Börsenkurse nicht sicher vorher¬ zusagen ist, tragen die Angestell¬ ten allerdings auch ein gewisses Risiko mit. (Seiten 10, 34) Studienabschluss-Stipendium: Spezielles Stipendium für Arbeit¬ nehmer (auch Halbtagsbeschäf¬ tigte) in der Endphase des Studi¬ ums (höchstens 18 Monate vor dem Studienabschluss). (Seite 42) Testat: Bescheinigung; Bestäti¬ gung nach einem Test. (Seite 32) Turrini, Peter: österreichischer Schriftsteller (geb. 1944), er ver- fasst hauptsächlich gesellschafts¬ kritische Stücke (»Rozznjogd«, »Die Alpensaga« etc.). (Seite 36) US-GAAP: Abkürzung: General accounted accepted principles; allgemein anerkannte Prinzipien zur Erstellung von Geschäftsbe¬ richten und Bilanzen, die vor al¬ lem in den USA gebräuchlich sind. (Seite 32) Werkvertrag: Vertrag zwischen einem Auftraggeber und Auftrag¬ nehmer. Vom Auftragnehmer wird eine bestimmte Leistung inner¬ halb eines vereinbarten Zeit¬ raums erwartet. Genau genom¬ men handelt es sich zum Beispiel beim Bau eines Hauses auch um einen Werkvertrag zwischen Bau¬ herrn und Baumeister. In der Re¬ gel sind damit aber (mündliche oder schriftliche) Verträge zwi¬ schen Freiberuflichen oder Selbständigen und einem Unter¬ nehmen oder einer Institution ge¬ meint (Journalisten, Wissen¬ schafter mit Forschungsaufträgen etc.). (Seite 39) Wertschöpfung: Summe der in einem Unternehmen im Laufe ei¬ ner Periode durch eigene Tätig¬ keit geschaffenen wirtschaftlichen Werte. Die Höhe ergibt sich aus dem Bruttoproduktionswert ab¬ züglich sämtlicher Vorleistungen, Abschreibungen und indirekten Steuern, dazu kommen staatliche Subventionen. In der Volks¬ wirtschaft ist die Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche der Ausgangspunkt für die Berech¬ nung des Bruttoinlandsprodukts. (Seite 10) 46 arbeit wlrtsdmfl 1/2003 I d